Internatsleben
heißt: In einer Schülerfamilie mit Älteren und Jüngeren, quasi in einer "Großfamilie" zusammenleben. Rund um die Uhr betreut von einer Internatspädgogin oder einem Internatspädagogen. Unsere Jüngsten werden von jeweils zwei Internatspädagogen betreut: Dadurch können wir besonders individuell arbeiten.
Unsere Philosophie im Internat ist es, die Entwicklung jedes einzelnen Kindes oder Jugendlichen zu einer ausgewogenen Gesamtpersönlichkeit hin zu fördern und zu begleiten. Dabei ist unser Ziel, dass die Einzelnen Selbstvertrauen, Mut, Zuversicht, kritische Kooperationsfähigkeit, Kontaktfreudigkeit, Zielstrebigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Weltoffenheit entwickeln.
Individuelle und persönliche Betreuung
Auf der Grundlage eines verbindlichen persönlichen Bezuges zu den Internatspädagogen übernehmen diese die Verantwortung für die persönliche und für die schulische Entwicklung jedes Einzelnen der 10 bis 14 Mädchen und Jungen.
Die Internatspädagogen werden umgehend über jede schriftliche Note in jedem Fach "ihrer Kinder" informiert und reagieren darauf mit geeigneten Maßnahmen. Sie sind darüber hinaus stets im Gespräch mit allen Lehrern, die "ihre Kinder" unterrichten, und halten den Kontakt zu den Eltern. Die Internatspädagogen gestalten zusammen mit den Familien das Internatsleben, seine Feste und Höhepunkte, und behalten vor allem jedes Familienmitglied sowohl menschlich-persönlich als auch professionell im Blick. In den zweimal wöchentlich stattfindenden Internatskonferenzen werden Konzepte für den nächsten Entwicklungsschritt und die Perspektive jedes Einzelnen vereinbart und supervidiert.
Gegenseitige Unterstützung fördert den Team-Geist
Unter Aufsicht der Internatspädagogen finden abends und an den Wochenenden zusätzliche Arbeitsstunden statt: Vokabel-Abfrage, Schulaufgaben-Vorbereitung, Wissenslücken schließen. Dabei legen wir größten Wert darauf, dass sich unsere Schüler auch gegenseitig unterstützen.
Entwicklung einer sozialen Kompetenz
Das Internatsleben fordert die Entfaltung der eigenen Persönlichkeit und des eigenen Potenzials heraus. Die Internatsgemeinschaft bildet ein soziales Netz. Sie bietet Identifikationsmöglichkeiten, Sicherheit, Geborgenheit, gegenseitige Unterstützung in der Schule, Freundschaften fürs Leben und bunte Abwechslung. Im Internat wird sichergestellt, dass die Zeit gestaltet und nicht "totgeschlagen" wird. Es gilt das Motto: "Produzieren statt Konsumieren".
Der Tagesablauf beginnt im Internat mit dem Wecken um 6.30 Uhr und dem Morgengruß um 7.10 Uhr im Renaissanceflur des Schlosses. Nach dem Frühstück, um 7.35 Uhr, stimmt man sich auf den Schultag ein, bereitet seine Unterrichtsmaterialien vor und räumt das Zimmer auf.
Familienleben
An jedem Freitagabend vor einem Schulsamstag plant und gestaltet jede Internatsfamilie ihren Familienabend: gemeinsames Kochen, gegenseitiges Fotografieren für den Gruppenraum, Nachtskifahren mit dem gesamten Internat, einen guten Film anschauen und besprechen, sich im Alpamare in Bad Tölz vergnügen, Bowlen...
An den Internatswochenenden gibt es Angebote: Sport in der Turnhalle, Schwimmen im kalten Tegernsee oder im warmen Kirchsee, Bergwandern, Kulturfahrten, Kinofahrten, ein Snowbord-Sonntag am Brauneck, Ausreiten der Ponygilden...
Höhepunkte des Internatslebens sind die über das Jahr verteilten Feste. Einmal im Jahr geht jede Internatsfamilie über ein langes Wochenende auf Familienfahrt. Abenteuerliche Kanufahrten, romantische Zeltlager, kulturelle "Bonbons", Survival in Wäldern und Wiesen, idyllische Hüttentage...
Das schweißt zusammen, gibt neue Impulse, frischt den Alltag auf und liefert Geschichten, die nicht selten die ganze Schulzeit begleiten.

